Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Dental Tribune Austrian Edition 10/14

DENTAL TRIBUNE The World’s Dental Newspaper · Austrian Edition Entgelt bezahlt · Pressebuch International 64494 No. 10/2014 · 11. Jahrgang · Wien, 1. Oktober 2014· Einzelpreis: 3,00 € Kompetenz in Forschung und Praxis Humanchemie GmbH Hinter dem Kruge 5 • D-31061 Alfeld (Leine) Telefon +49 (0) 51 81 - 2 46 33 Telefax +49 (0) 51 81 - 8 12 26 www.humanchemie.de E-Mail info@humanchemie.de HUMANCHEMIE Herbstangebote Probieren leicht gemacht... *alle Probierpackungen bis 15.11.2014 20% günstiger ANZEIGE KREMS (jp) – „Betrug und Korrup- tion sind im Gesundheitswesen weit verbreitet. Geld wird verschwendet und missbräuchlich verwendet und fehltinweitererFolgeinderGesund- heitsversorgung in großen Mengen. Hauptursache ist die fehlende Trans- parenz, der es mittels Compliance entgegenzuwirkengilt“,sodasErgeb- nis des letzten „Gesundheitspoliti- schen Forums“ der Karl Landsteiner Gesellschaft zur Korruption im Ge- sundheitswesen. Bedingt durch die Vielzahl an„Playern“,so der Referent Dr. Gerald Ganzger, Wien, sei die Compliance – das regelkonforme Verhalten mit der Einhaltung der Gesetze und Richtlinien – vor allem im Gesundheitswesen sehr komplex: Ärzte, Zahnärzte, Patienten, Kran- kenanstalten, Sozialversicherungs- träger, Pharmafirmen, Apotheken so- wieauchFachverlagestehenineinem engen Geflecht von Beziehungen. Die vorrangigen Ziele der Com- pliance im Gesundheitswesen sieht Dr.GanzgerinBehandlungserfolgen, Patientenvertrauen und -sicherheit, Selbstschutz aller Handelnden vor rechtlichen Folgen und in einer transparenten und effizienten Ver- wendung von Geldmitteln. Dr. Ganzger spricht von einer Vielzahl von Problemfeldern. Schwierigkeiten bei der Einhaltung von Regeln ergeben sich bei „infor- mal payments“ – der sogenannten „Kuvertmedizin“ –, beim Daten- schutz, bei Persönlichkeitsrechten der Patienten, bei der Abrechnung von Leistungen und in der medizini- schenForschungbeiderVerwendung vonDrittmitteln.AuchEinladungen/ Sponsoring/Kongresse, das Urhe- berrecht sowie das Vergaberecht und Einkaufsrichtlinien vor allem bei Krankenanstalten führen oftmals zu Problemen. Dr. Ganzger betont, dass Com- pliancevonInstitutionenundUnter- nehmen, aber auch von den Leis- tungserbringern im Gesundheits- wesennichtalsLast,sondernalsHer- ausforderung und Chance verstan- den werden soll; die Einhaltung der Richtlinien führe zu einem erhöhten Ansehen und stärke die Reputation nach innen und außen. Aber selbst, wer in Compliance-Verantwortung nur nach dem Recht handelt, kann oft unethisch handeln, so Doz. Dr. Andreas Klein, Universität Wien, auf der Forums-Veranstaltung. Klein: „Die Nützlichkeit soll nicht die trei- bende Kraft für Compliance im Ge- sundheitswesen sein;sie kann jedoch durch Strategievorteile (Nachhal- tigkeit) zu einer Gewinnsteigerung führen. Gesellschaftlich-moralische Akzeptanz und Werte sollten im Vordergrund stehen.“ Der Ethiker sprach sich für sinn- volle Compliance-Regeln als Aus- druck gesellschaftlicher Verantwor- tung aus.Eine ständige Reflexion der Sinnhaftigkeit von Regeln, das Ein- beziehen ethischer Spezialisten und eine Steigerung der Transparenz sind von großer Bedeutung.Dozent Klein warnt vor einer übermäßigen Ver- rechtlichung; es soll schlussendlich zu einem Bewusstseinswandel der Gesellschaft kommen. DT KREMS (jp) – Insgesamt an zwölf Wochenenden im Jahr werden die praktischenKurseimRahmenderAus- bildung zur Prophylaxe-Assistentin (PASS)derZahnärztekammerNieder- österreich (ZÄK NÖ) im Zahnambu- latorium der Danube Private Univer- sity (DPU) in Krems durchgeführt. Dazu stellt die DPU der ZÄK NÖ kos- tenlos insgesamt 14 Behandlungsein- heitenundeinenZahnarztalsAufsicht zur Verfügung, die Ausbildung selbst wird über das Fortbildungszentrum der Landeszahnärztekammer NÖ ge- leitet. Die Ausbildung erfolgt berufs- begleitend nach den bundeseinheit- lichen Richtlinien und schließt mit einer kommissionellen Prüfung. Sie erfordert als Voraussetzung eine ab- geschlossene dreijährige Berufsaus- bildung als zahnärztliche Assistentin sowie zwei Jahre Berufserfahrung. Nach erfolgreichem Abschluss des KursessinddessenAbsolventinnenbe- rechtigt,diezusätzlicheBerufsbezeich- nung „Prophylaxe-Assistentin (PASS)“ zuführen. Neben der Einführung in die Pro- phylaxe und Parodontologie, die Anatomie,PhysiologieundPathologie der parodontalen Strukturen und der Mundhöhle werden aktuelle Diagnos- tik- und Therapiekonzepte wie die Ätiologie der PAR-Erkrankungen ver- mittelt. Weiters stehen die Infektions- prophylaxe wie die Praxishygiene, die Instrumenten- und Materialkunde und initiale Therapien auf dem Pro- gramm. Dazu gehören auch Themen der Ernährung, die Kommunikation mit Patienten wie die Chemopräven- tionundFluoridanwendungundeben praktische Übungen am Phantom wie gegenseitig im Behandlungsstuhl als „Prophylaxe-Patient“. DT HOUSTON – Zahnbürsten können nicht erst bei falschem oder zu langem Gebrauch zu Bakterienfallen werden. Auch ihre Beschaffenheit ist von Be- deutung. So zeigt eine kürzlich im Journal of Dental Hygiene veröffent- lichte Studie, dass Zahnbürsten mit Hohlkanälen gegenüber solide gefer- tigten Bürstenköpfen eine 3.000-fache MengeanBakterienbeheimaten. Hohlkanäle haben v. a. Zahnbürs- ten mit Naturborsten. Durch Wasser, welches nur schwer aus den Kanälen austreten kann, haben die Keime beste Wachstumsvoraussetzungen. AberauchBürstenköpfefürelektrische Zahnbürsten können Hohlräume haben. Zusätzlich hilft es, die Zahnbürste keimfrei zu halten, indem sie vertikal mit den Borsten nach oben gelagert wird,damitFeuchtigkeitschnellerver- schwindet und keinen Nährboden bietet. Gründliche Reinigung nach dem Putzen und regelmäßiges Aus- wechselnderZahnbürstebzw.beielek- trischen Geräten des Bürstenkopfes solltemannichtherauszögern. Quelle: ZWP online DT Korruption im Gesundheitswesen Gesundheitspolitisches Forum der Karl Landsteiner Gesellschaft. Falsche Zahnbürste Ein Paradies für Bakterien. DPU hilft ZÄK NÖ bei PASS-Ausbildung Ausbildung vermittelt unter anderem aktuelle Diagnostik- und Therapiekonzepte. 4Seite 10 Implantology meets CAD/CAM Am 22. November 2014 lädt der Bremer Dentalspezialist BEGO zu seinem jährlich stattfindenden Symposium. Es werden zahlreiche Teilnehmer aus Deutschland undÖsterreicherwartet.4Seite 4f 4Seite 8f Neue Maßstäbe Derzeit existiert eine einzige Zahnbürste, die mit dem Emmi-dent Ultraschall arbei- tet. Clinical Professor Ady Palti, New York University, und Hugo R. Hosefelder im Interview. Ästhetische Misserfolge Immer häufiger auftretende implantolo- gische Komplikationen beunruhigen die Spezialisten und bergen das Risiko, die Implantologie insgesamt in Misskredit zu bringen.

Seitenübersicht